Anbau der Kaffeepflanze

In der Familie der Rötegewächse, zu der auch die Kaffeepflanze aus botanischer Sicht gehört, gibt es viele Gattungen. Ein naher Verwandter des Kaffees, der auch in unserer Klimazone wächst ist der Waldmeister. 

Lediglich vier der über 120 Kaffeearten sind von Bedeutung: 

  • Arabica
  • Canephora
  • Liberica
  • Excelsa

Von wirtschaftlicher Relevanz sind jedoch nur Arabica und Canephora, die sich wiederum in ihre Varietäten unterteilen lassen:

  • Arabica
    • Yellow Bourbon
    • Typica
    • Maragogype
    • ...
  • Canephora
    • Uganda
    • Robusta
    • Conillon
    • ...

Anhand dieser Unterteilung wird deutlich, dass ein direkter Vergleich von Arabica und Robusta nicht ganz korrekt erscheint. Denn würde man diese Analogie z.B. auf Wein übertragen, so müsste man alle Weisweine (Arabica) mit einer ganz bestimmten Rotweinsorte z.B. Cabernet Sauvignon vergleichen. Es bleibt also die Frage, welchen Sinn eine solche Aussage transportieren soll. 

Klimatisch betrachtet, bevorzugen es Kaffeepflanzen eher ausgeglichen. Optimale Bedingungen herrschen zwischen dem 23. nördlichen Breitengrad und dem 25. südlichen Breitengrad - dem geographischen Kaffeegürtel. 

Erst drei bis fünf Jahre nach der Pflanzung kann ein Kaffeebauer den ersten Ertrag erwarten. Im Wildwuchs erreichen Kaffeebäume eine Höhe von bis zu 15 Metern, was die Ernte dann aber erheblich erschwert. Aus diesem Grund kultiviert man die Bäume, so dass nur ein bis zwei Meter hohe Sträucher heranwachsen. Die Kaffeekirsche selbst benötigt etwa 7 bis 12 Monate bis sie herangereift ist. Ihr Kern besteht aus ein (Perlbohne) bis zwei der von uns so geschätzten Kaffeebohnen.

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