Röstung

Erst die Röstung lässt Kaffee zu dem aromatischen Genussmittel werden, welches wir täglich genießen. Für Geschmack und Bekömmlichkeit spielen neben der Bohnenqualität auch das Röstverfahren, die Röstdauer sowie die Rösttemperatur eine wichtige Rolle. 

In der industriellen Produktion wird der Rohkaffee innerhalb kürzester Zeit (ein bis drei Minuten) bei enormer Hitze von 400°C bis 600°C einer Art „Schockröstung“ unterzogen. Privatröster benötigen hingegen 15 bis 20 Minuten für einen Röstvorgang und überschreiten dabei selten die 230°C. Je länger die Röstzeit, desto stärker kann sich die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure abbauen. Deshalb sind Kaffees, welche im traditionellen Langzeitverfahren geröstet wurden, auch deutlich bekömmlicher als andere. 

Im Geschmack lassen sich durch die längere Röstdauer ebenfalls gravierende Unterschiede ausmachen. Die 800 bis 1.200 verschiedenen Kaffeearomen entstehen nämlich erst während des Röstvorganges. Es finden chemische Prozesse statt, die eben ihre Zeit benötigen. Im Schnellverfahren werden jedoch aufgrund von Zeitmangel die für die Aromabildung wesentlichen Schritte schlichtweg übersprungen. 

Der Röstmeister muss seine Kaffees genau kennen, um exakt bestimmen zu können wann der Röstvorgang abzubrechen ist. Da es sich bei Kaffee um ein Naturprodukt handelt, verhält sich jede Sorte und auch jede Ernte immer etwas anders. Dies ist ähnlich wie beim Weinanbau.

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