Filterkaffee

Bei der Zubereitung eines guten Filterkaffees geht es im Wesentlichen um die gleichmäßige Extraktion des Kaffeemehls. Korrekt temperiertes Wasser und frisch gemahlener Kaffee sollen sich bestmöglich miteinander verbinden. Wer nach dem Brühvorgang in seiner Filtertüte einen Kegel mit glatter bzw. gerader Oberfläche vorfindet, der hat alles richtig gemacht. Sollte allerdings einen Trichter mit deutlichem Loch in der Mitte erkennbar sein, lässt sich das Brühergebnis noch verbessern. Bedingt durch ihre Bauart sind die meisten Kaffeemaschinen für den Heimgebrauch meist so angelegt, dass sie nur punktuell in den Filter tropfen können, was zu dem beschriebenen „Trichter-Ergebnis“ führt. 

Wir empfehlen deshalb für die Zubereitung eines Filterkaffees den klassischen Handfilter, oder eine Kaffeemaschine vom Hersteller Moccamaster (siehe Zubehör). In beiden Fällen lässt sich die Bildung des Trichters im Filter sehr gut verringern bzw. ganz vermeiden. 

15 Grundregeln bzw. Faustregeln für eine gelungene Filterkaffeezubereitung:

  • Verwenden Sie 55g bis 65g gemahlenen Kaffee bezogen auf 1 Liter Wasser!
  • Mahlen Sie den Kaffee erst kurz vor dem Brühvorgang!
  • 15 Minuten nach dem Vermahlen sind bereits 60% der Aromen verloren gegangen.
  • Verwenden Sie immer frisches Wasser! 
  • Auf keinen Fall kochendes Wasser für den Brühvorgang verwenden!
  • Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 92°C und 96°C.
  • Faustregel: Wasserkocher aufkochen lassen. 20 bis 30 Sekunden abkühlen lassen und erst dann mit dem Aufquellen beginnen! (Starten Sie vorher, „verbrennen“ Sie den Kaffee und lösen ungewünschte Bitterstoffe aus dem Kaffeemehl.)
  • Zu Beginn das Kaffeemehl im Handfilter einmal vollständig mit Wasser bedecken und danach für etwa 30 Sekunden aufquellen lassen! (Ein duftet jetzt.)
  • Geben Sie das restliche Wasser in kreisenden, gleichmäßigen Bewegungen hinzu!
  • Achten Sie auf einen freien und gleichmäßigen Wasserfluss!
  • Es darf sich kein Rückstau bilden!
  • Die optimale Brühzeit liegt zwischen 4 und 6 Minuten.
  • Wer seine optimale Brühzeit gefunden hat, sollte diese beibehalten!
  • Verändert sich die Zubereitungsmenge, wird nur der Mahlgrad entsprechend angepasst! (z.B. benötigt eine geringere Menge einen feineren Mahlgrad)
  • Lassen Sie Ihren frisch gebrühten Kaffee am besten noch 2 Minuten ziehen bevor Sie ihn in vollen Zügen genießen!

Übrigens befinden sich jetzt lediglich 1,5% Kaffeeextrakte (hocharomatisch) und 98,5% Wasser in Ihrer Kaffeekanne! Deshalb sei noch einmal an die Wichtigkeit der Wasserqualität erinnernt! Wir werden oft gefragt wie man guten von schlechtem Kaffee am besten unterscheiden kann. Hierfür geben wir folgenden Tipp: Probieren Sie Ihren Kaffee einfach einmal nachdem er abgekühlt ist. 

Minderwertiger Kaffees wird umso saurer oder bitterer schmecken je mehr sie abkühlen. Ein edler Kaffee behält hingegen seinen Grundcharakter auch im kalten Zustand (z.B. nussig, floral, weinig, etc.). 

Echte Geschmackserlebnisse können Sie allerdings nur erwarten, wenn Sie Kaffeebohnen aus einer Privatrösterei verwenden. Nur hier erhalten Sie die von Ihnen gesuchte Qualitätsware!

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